Marderinformation
Steinmarder verursachen jährlich
Schäden in Millionenhöhe
durch Beißen in Gummi und weiche
Kunststoffteile von Fahrzeugen. Die häufigsten Bauteile die von Mardern
verbissen werden:
Zündkabel, Kühlwasserschläuche, Kunststoffschläuche,
Faltenbeläge an Antriebswellen und Lenkung. Niederspannungskabel bzw. deren
Isolierung, Isoliermatten für die Geräusch und Wärmedämmung.
Experten schätzen die jährlichen Reparaturkosten, der von Mardern
verursachten Schäden auf
50 bis 70 Millionen Euro.
Folgeschäden: Nach
einer Marderattacke hilft meist nur der Abschleppdienst
!
Angebissene Zündkabel können zu Zündstörungen
führen (unrunder Motorlauf).
Sofern der Motor nicht ohnehin abstirbt, ist von einer Weiterfahrt abzuraten,
da unverbrannter
Kraftstoff den Katalysator schädigen kann.
Defekte Gummimanschetten sind im Fahrbetrieb nicht sofort spürbar; erst
das Auswaschen der
Fettfüllung bzw. das Eindringen von Schmutz und Wasser führen zu starker
Beschädigung der
Bauteile. Dies kann im Bereich der Lenkung zu
einer Gefährdung führen.
Im Reparaturfall ist mit hohen Folgekosten zu
rechnen!
Wasserverlust durch zerfressene Kühlwasserschläuche kann zu Motorüberhitzung
führen !!!
Die Folge ist oftmals ein kapitaler Motorschaden.
Das Fatale: Auswirkungen dieser Bissschäden machen sich im normalen Fahrbetrieb
nicht sofort
bemerkbar.
Sie fallen erst nach mehreren gefahrenen Kilometern, oder bei einer Inspektion
auf !
Warum beißt der Marder?
Marder lieben dunkle, warme und trockene Plätze. Aus diesem Grund wecken
insbesondere Motorräume ihr Interesse. Das Mardermännchen nimmt das
neue Domizil in Besitz und hinterläßt Duftspuren.
Verläßt das Fahrzeug seinen Standort und wird im Revier eines anderen
Männchens geparkt, ist die Gefahr groß, dass ein anderes Männchen
dadurch angelockt wird und aufs äußerste gereizt, die Duftspuren
seines Rivalen zu beseitigen versucht. Dann
ist vor seinen scharfen Zähnen nichts
mehr sicher.
Weltweit existieren rund 70 Marderarten
Familien der Marder
Der Marder - ein Allesfresser
Anfang derwar der Steinmarder
(martes foina) bei uns fast ausgerottet. Wegen ihres Fells wurden die schlanken,
knapp katzengroßen Raubtiere gnadenlos gejagt. Inzwischen ist der Bestand
in Deutschland auf rund 250.000 Tiere angewachsen.
Die frühe Scheu vor Großstädten haben sie längst verloren.
Parkende Autos wurden einfach in den natürlichen Lebensraum mit
einbezogen. Das Wissen, daß Motorräume interessante Höhlen darstellen,
wird von Generation zu Generation weitervererbt- und breitet sich so von Süden
nach Norden immer mehr aus.
Steinmarder sind Allesfresser mit ausgeprägtem Erkundungsverhalten: Alles,
was interessant scheint, wird ins Maul genommen um es beurteilen zu können.
Die Paarungszeit beginnt Ende Juni. Deshalb erreichen die Revierkämpfe
im Mai ihren Höhepunkt.
Ende der Siebzigerjahre gab es in der Schweiz
und in Süddeutschland die ersten Fälle, daß Steinmarder
in Motorräume von Kraftfahrzeugen Gummi
und Schlauchteile zerbissen.
Inzwischen gibt es Schadenfälle in ganz Europa.